Die erste Buchener Kultnacht nahm ihren Auftakt gestern Abend im Buchener Museumshof. Foto: F. Weidenfeld
 
     
   
Erste Buchener Kultnacht verwandelte
die Stadt in eine lebendige Kunstgalerie
Dank von Bürgermeister Burger an Isabellé und Patris Semma - Neues und Unbekanntes gewagt
 
     
   
Buchen. (Wd) Die erste Buchener Kult- nacht wurde am Freitag Abend von Bür- germeister Roland Burger und Isabellé Semma im historischen Museumshof er- öffnet. Die Stadt präsentierte sich bis weit in die Nacht hinein an zirka 50 Or- ten als eine einzige Galerie. Die historische Kulisse der Fachwerkbauten in den Kontext zur zeitgenössischen Kunst zu stellen, war das erklärte Ziel der Organisatoren Isabellé und Patris Semma.
Wie Bürgermeister Burger betonte, sei der Museumshof seit über 500 Jahren ein Ort für geschichtsträchtige Ereignisse.
Beispielsweise habe hier die Ernennung des Götz von Berlichingen zum Bauern-führer stattgefunden und die histori- sche Stätte sei nun der geeignete Ausgangs- punkt für die erste Buchener Kult nacht.
Er dankte Isabellé und Patris Semma für die viele Arbeit. „Sie haben Großartiges er-reicht",  bescheinigte    ihnen   der   Bürger-
 
meister. Aus einer guten Idee sei Le- bendiges geschaffen worden und in der gesamten Stadt herrsche Leben auch in Verbindung mit der langen Einkaufsnacht.
Am Anfang sei man den Plänen zwar noch etwas skeptisch gegenüber gestanden, habe aber sofort die Schirmherrschaft über- nommen und die lange Vorbereitungsphase wohlwollend begleitet. Heraus gekommen sei eine sehenswerte Veranstaltung, die von vielen Menschen getragen werde. Roland Burger freute sich über die Bereitschaft, Neues zu wagen. „Lassen Sie sich auf das Neue und Unbekannte ein", erklärte er und dankte allen, die bei der Kultnacht mitmachten.
Auch Isabellé Semma dankte für die viele Motivation und der Stadt für die Un- terstützung. Es gebe so viel Kraft und Mo- tivation in Buchen. Die müsse nur geweckt werden.
Der Schwerpunkt der Kultnacht lag  bei der
 
zeitgenössischen, bildenden Kunst, aber auch Literaturvorträge, Musik und Tanz bildeten eine Vielfalt, wie sie nur selten anzutreffen ist. Von Schülerarbeiten bis zur angewandten oder freien Kunst von den Profis präsentierte die Kultnacht damit ein großes Spektrum.
Kunst ist Kultur für jeden, und sollte auch jeden erreichen, so die Veranstalter, was an etwa 50 verschiedenen Veranstaltungsor- ten unter Beweis gestellt wurde. Mit Kunst erfüllt waren Schulen, Vereine, öffentliche Einrichtungen, Plätze und historische Se-henswürdigkeiten.
Regionale, überregionale und sogar inter- nationale Künstler stellten zeitgenössische Arbeiten aus. Neben Malerei, Skulpturen aus Holz und Stein, Licht - und Filmkunst gab es Liveacts und Performances.
Die Aktivgemeinschaft Buchen verband die lange Einkaufsnacht in ihren Fachge- schäften mit der Kultnacht und bot so eine weitere Plattform für Kunst.
   
     
     
 

 © 2006 RHEIN-NECKAR-ZEITUNG