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Von mediterranen Italien in den Odenwald
Wilfried Georg Barber aus Limbach stellt bei der 1. Buchener Kultnacht am 14. Juli seine Werke
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Buchen. Zu einem besonderen Ereignis wird die 1. Buchener Kaltnacht, die am 14. Juli von 18 bis 3 Uhr morgens veranstaltet wird. Nach der Idee von Isabellé und Patris Semma, die den Abend organisieren, zei- gen Künstler aus der ganzen Region hier ihre Werke. Die Fränkischen Nachrichten stellen im Vorfeld jeweils Künstler und das „Kunstwerk des Monats" vor. Im Februar ist Wilfired Georg Barber an der Reihe.
Vom mediterranen Italien fast direkt in den kühlen Odenwald ? Diesen Schritt hat der Künstler Wilfried Georg Barber bisher nicht bereut. Schnell ist ihm der Neckar- Odenwald-Kreis zu einer neuen Heimat ge- worden, und dank modernster Kommuni- kationselektronik lebt man auch in der ver-
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meintlichen Provinz mindestens so zentral wie in Frankfurt, Mannheim oder Berlin
Und seit Barber auf dem Land lebt, in Limbach, arbeitet er fast noch mehr, ist er fast noch produktiver als je zuvor. Hier im Atelier entstehen die großformatigen Öl- bilder, die inzwischen in öffentlichen Sammlungen und in Privathäusern in ganz Deutschland, in der Schweiz, in Italien, Frankreich. Griechenland und in den USA hängen.
1941 in Köln geboren, hat Barber nach einer Schriftsetzerlehre an den renommier- ten Kölner Werkschulen Grafik, Kalligra- fie und Malerei studiert. Zunächst arbeitet er danach in Werbeagenturen, macht sich dann, 1970, als Grafikdesigner in Frank- furt selbständig.
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Auf einer Italienreise 1978 holt ihn seine malerisch-künstlerische Vergangenheit ein, und so gibt Barber zwei Jahre später seine bürgerliche Existenz auf, kauft ein Landgut in Italien und lebt von nun an als Maler und Winzer in Cortina di Alseno.
Hier entstehen die ersten, noch ganz fi- gürlich-konstruktivistischen Bilder auf Holztafeln, deren Vorbild die Gedanken des Bauhauses sind. „Die Gemälde leben aus der Begegnung des Winkels mit klaren Flächen, aus satten Farben, die chroma- tisch gegliedert sind. Das Licht des Südens, die gleißende Helligkeit des Tages, das Dunkle warmer Abende liegt über ihnen und bildet einen reizvollen Gegensatz zu der geometrisch orientierten Aufgliederung der Komposition", schreibt zum Beispiel das renommierte FAZ- Feuilleton über diese Bilder Über Material- Collagen und Architekturbilder wandelt sich Barbers Stil mit den Jahren, und immer mehr gewinnt die Abstraktion an Bedeu- tung.
1997 ist die italienische Zeit zuende und Barber zieht zurück nach Deutschland, zu- erst nach Baden-Baden, dann nach Mann- heim und 2002 schließlich nach Limbach Seine Bilder sind inzwischen vollständig vom freien Gestus und kraftvoller Farbge- bung bestimmt, „Gemälde wie schwingen- de Farbräume" beschreibt ein Mannheimer Kunsthistoriker die Werke.
Schon im ersten Jahr im Odenwald veröffentlicht Barber die „BuchenBlätter", eine „Liebeserklärung an die Stadt Buchen in Wort und Bild", mit eigenen Land- schaftszeichnungen und Texten von Frie- derike Kroitzsch. Bei einer Einzelausstel- lung in der Lohrbacher BasilicaArtis wer- den Barbers Musik-Bilder vom Jazz-Saxo- fonisten Jörg Linke interpretiert. Barber wäre nicht künstlerisches Multitalent, wenn er neben Malerei und Bildhauerei nicht wiederum ein Buch schreiben und sich außerdem eine Schriftsetzerwerkstatt einrichten würde.
Von dem, was sich in seinen Werk-Stätten so tut, machen sich jedes Jahr beim „Tag des offenen Ateliers" zahlreiche Besucher aus dem Landkreis und anderen Teilen Süddeutschlands ein Bild. Bei der Buchener Kultnacht stellt Barber seine Werke gemeinsam mit Bichan Maschajechi im Alten Rathaus aus.
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Der in Limbach lebende Künstler Wilfried Georg Barber stellt bei der 1. Buchener Kultnacht aus.
Bild: Wilhelm Bopp © 2006 Fränkische Nachrichten
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„Inspiration AM" nennt sich dieses Öl-Gemälde von Wilfried Georg Barber, das 2005 entstand und im Vorfeld der 1. Buchener Kultnacht am 14. Juli im Febraur das „Kunstwerk des Monats" darstellt. Seine Maße: im Original: eins auf zwei Meter. Repro: FN
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